Ein französischer Ingenieur untersuchte 1913 die Leistung von Zugpferden und fand heraus, dass die individuelle Leistung eines Pferdes, mit steigender Anzahl an Zugpferden abnahm. Diese Untersuchung breitete er auf den Menschen aus und sah dasselbe Ergebnis: Wenn zwei Männer an einem Tau ziehen, verwenden sie nur noch 93% ihrer individuellen Leistung, bei drei Männern noch 85% und zu acht nur noch 49%. 

Dieser Effekt ist in der Wissenschaft als Social Loafing (zu deutsch: soziales Faulenzen) bekannt. 

Der Grundgedanke hinter dem sozialen Faulenzen ist rational: „Warum die volle Kraft investieren, wenn es auch mit der halben geht, ohne das es auffällt?“. 

Somit sehen wir, dass nach dieser Theorie, die Leistung eines Individuums abnimmt, wenn sie mit den Leistungen anderer Individuen verschmilzt, und zwar komplett unterbewusst. 

Genau dasselbe passiert bei Gruppenarbeiten auch mit der Verantwortung, nicht nur Leistung, sondern auch die Verantwortung, die ein Individuum wahrnimmt, nimmt ab. Niemand will die volle Verantwortung für Entscheidungen tragen, dadurch kommt es zu einem Risky Shift und die Gruppe tendiert dazu riskantere Entscheidungen zu treffen, da sich jeder einzelne hinter dem Gruppenbeschluss verstecken kann. 

Jedoch lassen sich die Nachteile von Gruppen dadurch ausgleichen, dass man die individuelle Leistung sichtbarer macht, beispielsweise kann man Arbeitsgruppen mit jeweils nur einem Experten seines Gebietes zusammenstellt, nun kann die Leistung auf den einzelnen Spezialisten zurückgeführt werden und sein Beitrag zum Gesamtergebnis wird sichtbarer.

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