Denkfallen – Framing

Warum spricht ein Manager lieber von einer „Chance“, als von einem „Problem“?

Wieso wird in der Werbewelt lieber von „80% Fettfrei“, als von „20% Fett“ gesprochen?

Die Antwort ist ganz einfach: Framing. Zu Deutsch bedeutet das soviel wie „einrahmen“. Durch Framing kann man einem Satz einen bestimmten Deutungsrahmen mitgeben, dabei geht es nicht um die Information selbst, sondern darum, wie die Information dargestellt wird.

Das Gehirn assoziiert mit dem Wort „Chance“ etwas viel Positiveres, als wenn von einem „Problem“ gesprochen wird, obwohl es im Kontext des Managers dasselbe bedeutet. So wird aus einem „Unfall“ schnell ein „Missgeschick“, aus einer „Sterberate“ eine „Überlebenswahrscheinlichkeit“ oder aus einem „riskanten“ ein „spekulatives“ Geschäft. Durch das Austauschen eines Wortes kann ein Satz eine komplett andere Bedeutung bekommen.

Framing wird oftmals unterbewusst verwendet, alles, was sie sagen oder hören unterliegt einem bestimmten Frame, wenn sie sich dem Bewusst sind können sie hinter den Rahmen schauen um zu erkennen, was wirklich gemeint ist.

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