Das Homeoffice rückt nicht nur aufgrund der aktuellen Pandemie immer weiter in unseren Arbeitsalltag. Viel spricht dafür, einen gewissen Teil der Arbeit ins Homeoffice auszulagern: Durch die Auslagerung von Mitarbeitern kann die benötigte Bürofläche verkleinert werden, um Kosten zu sparen, Stellen die keinen, bzw. wenig Interaktion vor Ort brauchen, können von überall auf der Welt aus erledigt werden und man kann Familien ermöglichen, mehr Zeit zusammen oder mit den Kindern zu verbringen, ohne auf eine Vollzeitstelle verzichten zu müssen. 

Hier sind 3 Gründe warum das Homeoffice deine Effektivität steigern kann: 

Chronotypen – Eulen und Lerchen in der Arbeitswelt

Frühaufsteher oder Morgenmuffel, oder sollten wir lieber fragen: Eule oder Lerch? In der Schlafforschung spricht man von den 2 Chronotypen, Eulen und Lerchen. Die Eulen sind abends lang wach und stehen dementsprechend erst spät wieder auf, hingegen sind die Lerchen schon früh müde und können problemlos früher wieder fit aufstehen. Diese Eigenschaften haben nichts mit Faulheit oder fehlender Disziplin zu tun. Dies sind biologische Merkmale, die wir unser Leben lang mit uns tragen. Jeder Mensch trägt eine innere Uhr in sich, den zirkadianen Rhythmus, je nach Chronotyp ist dieser anders. Er bestimmt unter anderem, wann wir leistungsfähig sind und wann wir müde sind und Schlaf brauchen. Zusammen mit der Adenosin-Produktion erzeugt er unseren Schlafdrang. Die innere Uhr von Eulen ist einfach um ungefähr 4 Stunden nach hinten versetzt, dementsprechend werden Menschen dieses Chronotyps auch erst später müde und sind am Morgen, wenn der Lerch schon 8 Stunden geschlafen hat, noch immer nicht vollständig regeneriert.

Eulen werden in den meisten Berufen dazu gezwungen früher aufzustehen, als der Körper es ihnen erlaubt, außerdem sind sie, ihrem zirkadianen Rhythmus geschuldet, erst am späteren Mittag voll leistungsfähig, somit bleibt bei der klassischen „nine to five“ Arbeitszeit viel Potenzial auf der Strecke.

Im Homeoffice haben wir die Möglichkeit unseren Arbeitsrhythmus selbst zu bestimmen und können anfangen, wenn wir wach und leistungsfähig sind. Somit können wir unsere Aufgaben nicht nur schneller, sondern auch noch besser erledigen.

Deepwork & Flow – Ablenkungen am Arbeitsplatz

Man kennt diesen Zustand vielleicht von der Arbeit, dem Sport, dem Meditieren oder dem Lesen. Flow bedeutet das man im hier und jetzt nur bei der Tätigkeit ist, Bewusstsein und Handlung verfließen ineinander und man vergisst die Zeit und lebt einfach nur noch die Tätigkeit. Wer schoneinmal im Flow war, weiß wie schwierig es ist, diesen Zustand überhaupt zu erreichen. Besonders schwierig ist es aber wenn es viele Ablenkungen gibt und man immer wieder aus der Arbeit gerissen wird.

Cal Newport beschreibt in seinem Buch „Deep Work“ den gleichnamigen Begriff, er steht im Kontrast zum sogenannten „Shallow Work“ also all den Aufgaben, die man trotz Ablenkungen erledigen kann: E-Mails beantworten, Meetings, Social Media oder andere einfache Tätigkeiten, die leicht zu imitieren sind und nicht wirklich einen neuen Mehrwert schaffen. Deep Work hingegen ist die Fähigkeit, über einen längeren Zeitraum hinweg konzentriert zu arbeiten und dadurch Innovation und Wertvolle Ergebnisse zu generieren. Wer nicht oft konzentriert arbeitet, so Cal Newport, verlernt die Fähigkeit konzentriert Aufgaben zu erledigen. Deep Work ist eine Fähigkeit, die man, wie alles andere auch, lernen aber auch verlernen kann.

Nun ist das Büro nicht gerade der ruhigste und beste Ort um konzentriert zu arbeiten: Kollegen brauchen etwas, Smalltalk auf dem Gang vor ihrem Büro, dauernd neue „wichtige“ E-Mails vom Chef oder die Mittagspause, die das ganze Büro in Unruhe versetzt.

Zu Hause hat man die Möglichkeit den Großteil dieser Ablenkungen zu beseitigen und seine Arbeit so gut und damit so konzentriert wie möglichst zu erledigen. Studien zeigen auch, dass das konzentriertes Arbeiten nicht so Kräfte zerrend ist und Glücklicher macht als das oberflächliche Arbeiten unter dauernden Ablenkungen.

Zeitersparnis durch fehlende Arbeitswege

Effektivität wird im Controlling ganz einfach durch „Verrichtete Arbeit / Zeit“ errechnet. Die verrichtete Arbeit lässt sich in der Praxis zwar eher schwierig quantifizieren, die Zeit hingegen nicht. Wenn man also dieselbe Menge an Arbeit schafft wie im Büro in 8 Stunden, steigert man seine Effektivität, vorausgesetzt die gesamte Zeitersparnis vom Fertigmachen, bis zum Arbeitsplatz und dem Rückweg, beträgt 2 Stunden, um 25%.

Das bedeutet, man hat 2 Stunden mehr Zeit am Tag, obwohl man dieselbe Menge an Arbeit erledigt hat.       Demnach ist das Homeoffice vor allem für Pendler eine tolle Alternative und erspart ihnen einiges an Zeit, Geld und Stress. Außerdem ist man durch das Extra an gewonnener Zeit entspannter und kommt so lockerer durch den Alltag.

Das Home Office ist die perfekte Möglichkeit seine Arbeitsgewohnheiten und Tagesstrukturen zu überdenken und sich neue produktivere Arbeitsstrategien zu überlegen. Sie können Sich Ihren Tag so zusammensetzen wie Sie es wollen, das ist ein Luxus den zuvor nur wenige Leute hatten, nutzen Sie diese Chance!

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